Physiotherapie & Prävention Andreas Lange

Hände helfen heilen

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Was ist McKenzie?

Entwickelt wurde die Methode von Robin McKenzie, einem neuseeländischen    Physiotherapeuten. Robin McKenzie ist Mitglied der International Society for the   Study of the Lumbar Spine (ISSLS), die renommierteste Gesellschaft zur Erforschung von Wirbelsäulenstörungen. Robin McKenzie wurde im Jahr 2000 für seine Errungenschaften mit dem "Companion of the New Zealand Order of Merit (CNZM)" ausgezeichnet. Mittlerweile ist die Behandlungsmethode eine der anerkanntesten Wirbelsäulenverfahren weltweit.

Das McKenzie Konzept ist ein früh-aktives, prophylaktisch-therapeutisches Konzept mit dem Ziel der Verhütung von Rezidiven und Verhinderung von Chronifizierung. Patienten werden aktiv in den Therapieprozess einbezogen. Abhängigkeit von Therapeuten, angsterzeugende Erklärungen bzw. Prognosen und Dekonditionierung des Patienten sollten unter allen Umständen vermieden werden.

Passive manuelle Techniken werden nicht als primäre Intervention eingesetzt. Mobilisationsmaßnahmen kommen erst dann zum Einsatz, wenn keine weitere Verbesserung in Schmerz und Funktion zu verzeichnen ist.

Eine Besonderheit sowohl bei der Untersuchung als auch Therapie ist, dass der Patient WIEDERHOLTE BEWEGUNGEN ausführt mit dem Ziel, den Schmerz zu reduzieren bzw. zu zentralisieren. Dieses Zentralisationsphänomen hat sowohl diagnostische, therapeutische und prognostische Bedeutung. Primär bestimmt das Schmerzverhalten bzw. die Funktionsherstellung die Therapierichtung. Studien, sowohl bei akuten als auch chronischen Patienten haben gezeigt, dass Patienten, deren Schmerzen durch bestimmte Bewegungen oder Haltungen von distal nach proximal wandern, d.h. sich zentralisieren, langfristig weniger Schmerzen, eine bessere Funktion und eine bessere Reintegration in den Arbeitsprozess hatten. (Long 1995, Werneke 1999).

Welche Vorteile hat das Therapiekonzept?

Die McKenzie-Therapie kann im akuten, subakuten, und chronischen Stadium von Beschwerden am Bewegungsapparat angewandt werden

Das Konzept hilft frühzeitig zu erkennen, ob Beschwerden schnell, langsam oder gar nicht auf Mechanische Behandlung ansprechen werden

Es werden die Patienten identifiziert, die sich durch Eigenübungen selbst behandeln können (ca. 70 %) und diejenigen, die spezielle Therapeutische Hilfe in Form von Manuellen Techniken benötigen

Die Übungen sind einfach durchzuführen und können sehr gut in den Alltag integriert werden

Aufklärung der Patienten steht an erster Stelle. Sie werden dazu ermutigt, sich selbst zu behandeln, um ihre aktuelle Symptomatik zu verbessern und durch einfache vorbeugende Übungen zukünftige Episoden zu vermeiden

Welche Meinung haben Wissenschaftler und Ärzte zum McKenzie Konzept?

"Es gibt keine Behandlungsmethode für Wirbelsäulenerkrankungen, die so viel wissenschaftliche Unterstützung bekommt, wie die McKenzie Methode; sowohl was die Reliabilität als auch Validität dieser Untersuchungsmethode betrifft. Der Kliniker erlangt durch diese Methode die Fähigkeit, in sehr rascher Zeit vorherzusagen, welchem Patienten durch konservative Therapie zu helfen ist und welchem Patienten nicht. Dies wird die Behandlungskosten für Rückenpatienten in der Zukunft stark reduzieren."

(Dr. Ron Donelson Faculty member of the Depts. of Surgery and Community & Family Medicine at Dartmouth Medical School, Hanover, New Hampshire.)

"Durch die McKenzie Untersuchungsmethode können Patienten, die auf physiotherapeutische Therapiemaßnahmen ansprechen, leichter definiert werden. Ich denke, es ist das wirkungsvollste Behandlungsverfahren, das wir derzeit haben."

Dr. Vert Mooney Medical Director, U.S. Spine & Sport, Clinical Professor, Dept. Of Orthopaedics, U.C.S.D.

"In der täglichen Praxis von Ärzten, die mit akuten bzw. chronischen Wirbelsäulenpatienten zu tun haben, ist insbesondere die Untersuchung nach dem McKenzie-Konzept äußerst hilfreich, zum Teil sogar unverzichtbar. Nur so kann schon bei der klinischen Untersuchung differentialdiagnostisch festgestellt werden, ob:
1) Die Schmerzen discogenen Ursprungs sind
2) Welcher primäre konservative Therapieansatz eingeschlagen werden sollte"

H.M. Beyer Facharzt f. Physikalische u. Rehabilitative Medizin, Füssen Stellv. Vorsitzender des Berufsverbandes der in Rehabilitation, Physikalische Medizin u. Prävention tätigen Ärzten

McKenzie Institut Deutschland e.V.
St. Magnusstr. 2
87672 Roßhaupten
Tel. 08367-1299
Fax: 08367-1298
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internet: www.mckenzie.de

McKenzie Institute International
P.O. BOX 93
Waikanae NEW ZEALAND
Tel. ++64 4 293-6645
Fax: ++64 4 293-2897
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internet: www.mckenziemdt.org

 

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